16. Ordnung: Sapindales
Merkmale:

- überwiegend Holzpflanzen mit schwach bis stark zygomorphen Blüten

- Blüten mit zumindest teilweise extrastaminalem Diskus

- Blätter häufig zusammengesetzt

Chemische Merkmale:

- verbreitetes Vorkommen von Gerbstoffen

- Triterpene bzw. Triterpensaponine oft vorhanden

Systematik:
-

untergliedert in die 15 Familien Staphyleaceae (Pimpernussgewächse), Melianthaceae, Bretschneideraceae, Akaniaceae, Sapindaceae, Hippocastanaceae (Roßkastaniengewächse), Aceraceae (Ahorngewächse), Burseraceae, Anacardiaceae (Sumachgewächse), Julianiaceae, Simaroubaceae (Bittereschengewächse), Cneoraceae, Meliaceae, Rutaceae (Rautengewächse) und Zygophyllaceae (Abweichungen!)

1. Familie: Staphyleaceae MART. (Pimpernussgewächse)

3(-5) Gattungen (Euscaphis, Staphylea, Turpinia + Huertea, Tapiscia) mit 45(-60) Arten; kleine Bäume oder Sträucher; Blätter gestielt, gegen- oder wechselständig, Nebenblätter meist vorhanden, Blattspreite in der Regel unpaarig gefiedert, bei Turpinia häufiger ungeteilt, Blattrand gesägt oder gezähnt; Pflanzen zwittrig, monözisch, diözisch oder polygamomonözisch; Blüten klein, 5zählig, radiärsymmetrisch, in meist endständigen, gelegentlich auch oder achselständigen herabhängenden Rispen oder Rispen; Perianth doppelt, K5, häufig petaloid, C5, Kronblätter frei, A5, frei, nur mit fertilen Staubblättern, G2–3(–4), apokarp bis synkarp, Fruchtknoten oberständig bis halbunterständig, 1 oder 2-3(4) freie oder teilweise verwachsene Griffel; Beerenfrüchte, Gattung Euscaphis mit Balgfrüchten; Holarktis Paleotropis, Neotropis; gemäßigte Zone bis Tropen: SW-Europa, O-Asien, gemäßigte Zone der USA, Mittelamerika und Nordwesten Südamerikas. Taxonomische Einordnung: Dahlgren  Überordnung Rutiflorae / Ordnung Geraniales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Kerneudikotyledonen / Rosiden / Ordnung Crossomatales bzw. keiner Ordnung zugeordnet. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Staphylaeaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

2. Familie: Melianthaceae BERCHTOLD & J. PRESL

2-3 Gattungen (Bersama, Melianthus + Greyia, die jedoch vielfach der eigenständigen Familie Greyiaceae zugeordnet wird) mit 11 Arten; kleine Bäume, Sträucher bzw. Halbsträucher; Blätter wechselständig, Nebenblätter vorhanden, meist groß und gezähnt, Blattspreite gefiedert, Rand der Blättchen gesägt; Pflanzen meist zwittrig, gelegentlich polygamodiözisch; Blüten mittelgroß bis groß, zygomorph, in endständigen Trauben; Perianth doppelt, K5 oder 4, frei oder verwachsen, C4 oder 5, frei, A4 oder 5, frei, nur mit fertilen Staubblättern, G4(-5), synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit 1 Griffel und 1 Narbe; Kapselfrüchte; Paleotropis und Kapensis; Subtropen bis Tropen: Tropisches Afrika und Südafrika. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rosiflorae / Ordnung Rosales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Kerneukotyledonen / weder Rosiden noch Asteriden (basale Ordnungen) / Ordnung Geraniales. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Melianthaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*,  Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

3. Familie: Bretschneideraceae ENGL. & GILG

Nicht mehr als eigenständige Familie aufgefasst sondern der Familie Familie Akaniaceae STAPF. zugeordnet. Diese ist wie folgt charakterisiert: 2 Gattungen mit 2 Arten (Akania bidwillii und Bretschneidera sinensis); laubabwerfende oder immergrüne, 8-12 m hohe Bäume, deren frisches Holz und Rinde einen rübenartigen Geruch aufweisen; Blätter gestielt, wechselständig und spiralig angeordnet, die von Akania immergrün, ledrig, bis 75 cm lang und mit Nebenblättern, die von Bretschneidera sommergrün und ohne Nebenblätter, Blattspreite bei beiden Arten unpaarig gefiedert; Pflanzen zwittrig; Blüten relativ groß, 5zählig, radiärsymmetrisch bis schwach zygomorph (Bretschneidera), in endständigen Trauben (Bretschneidera) oder achselständigen Rispen (Akania); Perianth doppelt, K5, frei (Akania) oder verwachsen (Bretschneidera), C5, frei, A(5-)8(-10), frei, nur mit fertilen Staubblättern, G3(-5), synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel und einer kopfigen (Bretschneidera) oder 3lappigen (Akania) Narbe; Kapselfrüchte; chemisch durch das Vorhandensein von Glucosinolaten (Senfölglykosiden) gekennzeichnet; Holarktis und Australis; gemäßigte Zone: heimisch in Südwest-China, und angrenzenden Gebieten Vietnams sowie in Taiwan (Bretschneidera sinensis) sowie in Ostaustralien (Akania bidwillii). Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Violiflorae / Ordnung Capparales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Kerneukotyledonen / Rosiden / Eurosiden II / Ordnung Brassicales. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*,  biodiversity.uno.edu/delta*,  Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

4. Familie: Akaniaceae STAPF

2 Gattungen mit 2 Arten (Akania bidwillii sowie die in der Vergangenheit einer eigenständigen Familie Bretschneideraceae ENGLER & GILG zugeordnete Bretschneidera sinensis); laubabwerfende oder immergrüne, 8-12 m hohe Bäume, deren frisches Holz und Rinde einen rübenartigen Geruch aufweisen; Blätter gestielt, wechselständig und spiralig angeordnet, die von Akania immergrün, ledrig, bis 75 cm lang und mit Nebenblättern, die von Bretschneidera sommergrün und ohne Nebenblätter, Blattspreite bei beiden Arten unpaarig gefiedert; Pflanzen zwittrig; Blüten relativ groß, 5zählig, radiärsymmetrisch bis schwach zygomorph (Bretschneidera), in endständigen Trauben (Bretschneidera) oder achselständigen Rispen (Akania); Perianth doppelt, K5, frei (Akania) oder verwachsen (Bretschneidera), C5, frei, A(5-)8(-10), frei, nur mit fertilen Staubblättern, G3(-5), synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel und einer kopfigen (Bretschneidera) oder 3lappigen (Akania) Narbe; Kapselfrüchte; chemisch durch das Vorhandensein von Glucosinolaten (Senfölglykosiden) gekennzeichnet; Holarktis und Australis; gemäßigte Zone: heimisch in Südwest-China, und angrenzenden Gebieten Vietnams sowie in Taiwan (Bretschneidera sinensis) sowie in Ostaustralien (Akania bidwillii). Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Violiflorae / Ordnung Capparales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Kerneukotyledonen / Rosiden / Eurosiden II / Ordnung Brassicales. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*,  biodiversity.uno.edu/delta*,  Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

5. Familie: Sapindaceae JUSS. (Seifenbaumgewächse)

135 Gattungen mit 1580 Arten; untergliedert in die Unterfamilien Hippocastanoideae BURNETT, Dodonaeoideae und Sapindoideae BURNETT (= Sapindaceae s. str.) sowie die isoliert stehende Gattung Xanthoceras mit der in Nordchina heimischen Xanthoceras sorbifolia als einziger Art; umfasst die zuvor als eigenständige Familien aufgefassten Aceraceae JUSS. (Ahorngewächse) und Hippocastanaceae DC. (Rosskastaniengewächse), die beide der Unterfamilie Hippocastanoideae zugeordnet werden; Sapindaceae s. str. (siehe separate Beschreibungen der ursprünglichen Aceraceae und Hippocastanaceae):  häufig milchsaftführende Bäume, Sträucher, Lianen oder Kräuter; Mesophyten; Blätter gestielt, Basis des Stiels oft mehr oder weniger geschwollen, gegenständig, Nebenblätter nur bei einigen klimmenden Arten vorhanden, Blattspreite einfach bis (überwiegend) gefiedert (zum Teil mehrfach), Blättchen etwa gegenüberstehend, Rand der Blättchen meist dicht gesägt; Pflanzen monözisch, polygamomonözisch oder polygamodiözisch; Blüten klein, 4- oder 5zählig, radiärsymmetrisch bis ausgeprägt zygomorph, mit extrastaminalem Diskus, meist in zymösen, rispenartigen Blütenständen; Perianth doppelt, selten sepalin, K(3-)4 oder 5(-7), meist frei, C4 oder 5, meist verwachsen, A meist 10, G(2-)3(-8), synkarp, Fruchtknoten oberständig, meist mit einem, gelegentlich mit 2-4 Griffeln; Kapsel-, Beeren-, Stein-, Nuss- oder Flügelnussfrüchte; gemäßigte Zone bis Tropen: pantropisch und subtropisch verbreitet, ferner in Japan und im austral-asiatischen Raum. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Arzneipflanzen: Paullinia cupana u. a. Arten (Guarana).  Nutzpflanzen: Blighia sapida (Akeepflaume), Litchi chinensis (Litchipflaume), Nephelium lappaceum (Rambutan-Früchte). Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Sapindaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

6. Familie: Hippocastanaceae DC. (Rosskastaniengewächse)

2 Gattungen (Aesculus und Billia) mit 15 Arten; nicht mehr als eigenständige Familie aufgefasst sondern gemeinsam mit den Arten der zuvor ebenfalls eigenständigen Aceraceae JUSS. (Ahorngewächse) der Unterfamilie Hippocastanoideae BURNETT der Familie Sapindaceae JUSS. zugeordnet; Bäume oder Sträucher; Mesophyten; Blätter jährlich abfallend, mittelgroß bis groß, gestielt, gegenständig, Nebenblätter fehlend, Blattspreite fingerförmig geteilt, mit 3 bis 11 Blättchen, Rand der Blättchen gekerbt oder gesägt; Pflanzen meist andromonözisch, wobei sich die oberen männlichen Blüten zuerst öffnen, gelegentlich zwittrig oder polygamodiözisch, entemophil; Blüten mittelgroß bis groß, ausgeprägt zygomorph, in aufrechten, auffälligen Trauben; Perianth doppelt, K5, frei (Bilia) oder verwachsen (Aesculus), C(4-)5, frei, Kronblätter mit charakteristischen gelben Punkten, die sich später rot färben (s. Abb. 1 und 2 von Aesculus hippocastanum), A(5-)6-8, frei, nur mit fertilen Staubblättern, G(2-)3(-4), synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit 1 Griffel und einer 1lappigen oder (2-)3(-4)lappigen Narbe; glatte bis gestachelte, 1samige oder 2-5samige Kapselfrüchte; Holarktis, Paleotropis und Neotropis; gemäßigte Zone bis Tropen: nördliche gemäßigte Zone, Mittel- und Südamerika. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Arzneipflanzen: Aesculus hippocastanum (Hippocastani semen - Rosskastaniensamen). Nutzpflanzen: Insbesondere Aesculus hippocastanum vielfach als Zierpflanze bzw. als Park- und Straßenbaum kultiviert. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Hippocastanaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

7. Familie: Aceraceae JUSS. (Ahorngewächse)

2 Gattungen (Acer, Dipteronia) mit ca. 200 Arten; nicht mehr als eigenständige Familie aufgefasst sondern gemeinsam mit den Arten der zuvor ebenfalls eigenständigen Hippocastanaceae DC. (Rosskastaniengewächse) der Unterfamilie Hippocastanoideae BURNETT der Familie Sapindaceae JUSS. zugeordnet; dünnästige Bäume oder Sträucher; Blätter jährlich abfallend, gestielt, gegenständig, Nebenblätter fehlend, Blattspreite einfach oder zusammengesetzt (zusammengesetzte Blätter 3zählig oder gefiedert), Blattrand ganz, gewellt, gesägt oder gezähnt; Pflanzen andromonözisch, diözisch oder androdiözisch, entemophil; Blüten 4- oder 5zählig, radiärsymmetrisch, meist mit hypogynem Diskus (s. Abb. der Blüte von Acer platanoides), in end- oder achselständigen Wickeln, Trauben oder Schirmtrauben; Perianth doppelt, selten sepalin, K4 oder 5(-8), frei oder verwachsen, C4 oder 5, selten 8-10, frei, A(4-)8(-12), frei oder adnat, männliche Blüten nur mit fertilen Staubblättern, G2, in männlichen Blüten rudimentär oder fehlend, synkarp, Fruchtknoten oberständig, 2 Griffel und 2 Narben; aus 2 flügelnussartigen Teilfrüchten bestehende Spaltfrüchte; gemäßigte Zone: nördliche gemäßigte Zone und Gebirge der Tropen. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales (als Synonym für die Familie Sapindaceae). Nutzpflanzen: Ahornarten vielfach kultiviert zur Gewinnung von Ahornsirup, als Holzlieferant sowie als Zierpflanze und Straßen- und Parkbaum. Bilder: s. Pflanzenbildergalerie, Familie Aceraceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

8. Familie: Burseraceae KUNTH (Weihrauchgewächse)

18 Gattungen mit 550 Arten; ätherisches Öl enthaltende Bäume oder Sträucher mit häufig abblätternder Rinde und einem harzigen, oft angenehm riechenden Exsudat; Blätter mit geschwollener Basis bzw. mehr oder weniger charakteristisch ausgebildetem Pulvinus, (oft lang) gestielt, wechselständig, meist spiralig, seltener zweizeilig angeordnet, Nebenblätter überwiegend fehlend, Blattspreite in der Regel unpaarig gefiedert; Pflanzen zwittrig, diözisch oder polygamomonözisch; Blüten klein, 3- bis 5zählig, radiärsymmetrisch, in Zymen, Trauben oder Köpfen; Perianth meist doppelt, selten sepalin, K(3-)4 oder 5, verwachsen, C(3-)4 oder 5, verwachsen, A3-5 oder 8-10, frei, ausschließlich mit fertilen Staubblättern, G(2-)3-5, Anzahl der Fruchtblätter identisch mit der Anzahl der Kelch-/Kronblätter, synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel; Steinfrüchte oder steinfruchtartige Früchte, seltener Beerenfrüchte; Subtropen und Tropen: weit verbreitet. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Arzneipflanzen: Commiphora myrrha (NEES) ENGL. (Myrrha - Myrrhe; Zugang nur für registrierte oder CD-ROM-Nutzer), Gattung Boswellia ROXB. ex COLEBR / Weihrauchbaum (Olibanum - Weihrauch; Zugang nur für registrierte oder CD-ROM-Nutzer). Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Burseraceae. Quellen und weitere Informationen: http://delta-intkey.com*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

9. Familie: Anacardiaceae R. BR. (Sumachgewächse)

70 Gattungen mit 985 Arten; harzhaltige Bäume oder Sträucher, deren Exsudat sich schnell schwarz verfärbt und einen typischen Harzgeruch aufweist; Blätter oft immergrün, aromatisch riechend, überwiegend wechselständig, Nebenblätter fehlend, Blattspreite ungeteilt oder gefiedert (häufig unpaarig gefiedert), Blattrand ganz; Pflanzen zwittrig, monözisch, diözisch, gynodiözisch oder polygamomonözisch; Blüten klein, 5zählig, radiärsymmetrisch, in Rispen angeordnet; Perianth doppelt oder sepalin, K3–5, an der Basis verwachsen, C3–5, frei oder (selten) an der Basis verwachsen, A5-10(-12), entweder nur aus fertilen Staubblättern bestehend oder mit 1 bis 9 Staminodien, G1-3-5(-6), synkarp, Fruchtknoten meist oberständig, selten halbunterständig, meist mit 1 Griffel und 1-5 Narben, gelegentlich auch 3-6 Griffel (Buchanania); Steinfrüchte; chemisch charakterisiert durch das verbreitete Vorkommen toxischer Dihydroxybenzole mit langen unverzweigten Seitenketten, die bei Berührung der Pflanzenteile als Hautreizstoffe wirken (insb. Gattung Toxicodendron - Giftsumach, ebenfalls Rhus - Essigbaum); Tropen, seltener Subtropen: weit verbreitet in den Tropen, ferner im Mittelmeergebiet sowie subtropischen Regionen Ost-Asiens und Amerikas. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Sapindales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Arzneipflanzen: Pistacia lentiscus L. / Mastixstrauch (Mastix; Zugang nur für registrierte oder CD-ROM-Nutzer), Rhus chinensis MILL. (Gewinnung von Gallae chinensis / Chinesische Galläpfel). Nutzpflanzen: Anacardium occidentale L. (Cashew-Nüsse), / Mangifera indica L. (Mangos), Pistacia vera (Pistazien). Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Anacardiaceae. Quellen und weitere Informationen: http://delta-intkey.com*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

10. Familie: Julianiaceae HEMSL.

2 Gattungen [Amphipterygium (Juliana), Orthopterygium] mit 5 Arten; milchsaftführende und harzhaltige kleine Bäume oder Sträucher; Blätter jährlich abfallend, gestielt, wechselständig, schraubig angeordnet, Nebenblätter fehlend, Blattspreite gefiedert, Blattrand gezähnt; Pflanzen diözisch, weibliche Blüten ohne Staminodien; Blüten klein, radiärsymmetrisch, weibliche Blüten in Zymen (3-4blütige Dichasien), männliche in reichblütigen Rispen; Perianth der männlichen Blüten sepalin, bei den weiblichen Blüten fehlend, Kelch der männlichen Blüten aus 3-8 verwachsenen Kelchblättern bestehend, A3-8, frei, nur mit fertilen Staubblättern, G3, synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit drei endständigen, teilweise verwachsenen Griffeln und 3 Narben; Nussfrüchte, Früchte benachbarter Gynözeen Sammelfrüchte bildend; Neotropis; Subtropen bis Tropen: Mittelamerika, Peru. Taxonomische Einordnung: Nicht mehr als eigenständige Familie aufgefasst sondern der Familie Anacardiaceae zugeordnet. Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Sapindales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales (als Synonym der Anacardiaceae). Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

11. Familie: Simaroubaceae DC. (Bittereschengewächse)

19 Gattungen mit 95 Arten; Bäume und Sträucher; Rinde, Holz und Samen häufig sehr bitter; Mesophyten; Blätter gestielt, wechselständig und schraubig angeordnet, Nebenblätter fehlend, Blattspreite überwiegend gefiedert, Blattrand ganz; Pflanzen monözisch, diözisch oder polygamomonözisch; Blüten winzig oder klein, 3-5(-8)zählig, radiärsymmetrisch, meist in achselständigen Infloreszenzen, bei denen es sich um zusammengesetzte Rispen, Ähren, Trauben oder Thyrsen handelt; Perianth meist doppelt, selten sepalin, K3-5(-1), Kelchblätter meist an der Basis verwachsen, selten frei, C3-5(8), frei, A(3-)10(-16), frei, nur mit fertilen Staubblättern, G1 (Amaroria) oder 2-5(-8), apokarp bis synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit 2-5(-8) freien Grffeln; je nach Ausbildung des Gynözeums unterschiedliche Fruchtformen, apokarpe Teilfrüchte u. a. Nüsschen oder Steinfrüchtchen, synkarpe Früchte u. a. Beeren, Steinfrüchte, Flügelnüsse; chemisch gekennzeichnet durch das Vorkommen charakteristischer Triterpenlactone (Simaroubalide); Subtropen bis Tropen: pantropisch und subtropisch, Japan, Zentral-Argentinien. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Simaroubaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

12. Familie: Cneoraceae VEST.

2 Gattungen (Cneorum, Neochamaelea) mit 3 Arten; ätherisches Öl enthaltende Sträucher; Blätter immergrün, ledrig, kurz gestielt, wechselständig, Nebenblätter fehlend, Blattspreite ungeteilt, Blattrand ganz; Pflanzen zwittrig; Blüten klein, 3zählig (Cneorum) oder 4zählig (Neochamaela), radiärsymmetrisch, einzeln achselständig oder in wenigblütigen achselständigen Schirmtrauben; Perianth doppelt, K3 oder 4, frei oder an der Basis verwachsen, C3 oder 4, frei, A3 oder 4, frei, nur mit fertilen Staubblättern, G3 oder 4, synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel; in 1- bis 2samige Steinfrüchte zerfallende Spaltfrüchte; Holarktis und Neotropis; (warm) gemäßigte Zone, Subtropen bis Tropen: Cuba, Kanarische Inseln, Mittelmeergebiet. Taxonomische Einordnung: Nicht mehr als eigenständige Familie aufgefasst sondern der Familie Rutaceae zugeordnet. Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales (als Synonym der Rutaceae). Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Cneoraceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

13. Familie: Meliaceae JUSS. (Mahagonigewächse)

52 Gattungen mit 621 Arten; Bäume oder Sträucher, selten Kräuter, mit ätherisches Öl, farbigen Saft oder (seltener) Milchsaft und einer häufig recht bitteren Rinde; Mesophyten; Blätter gestielt, fast immer wechselständig und spiralig angeordnet, selten gegenständig, meist geteilt, Nebenblätter fehlend, Blattspreite gefiedert, Blattrand meist ganz, gelegentlich auch gekerbt, gesägt oder gezähnt; Pflanzen überwiegend zwittrig, gelegentlich monözisch, diözisch oder polygamomonözisch, entemophil; Blüten winzig bis groß, (3-)5(-8)zählig, radiärsymmetrisch, meist in achselständigen Zymen, Trauben, Rispen oder Ähren, gelegentlich auch einzeln oder in endständigen oder stammständigen Blütenständen; Perianth doppelt, K(2-)3-5(-7), Kelchblätter meist verwachsen, C3-7(-14), Kronblätter in 1 Kreis oder in 2 Kreisen, meist frei, sehr selten an der Basis verwachsen, A(3-)5-10(-23) oder 10 bis 100, zum Teil mit Staminodien, G(1-)2-6(-20), synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit 1 Griffel und 1 Narbe; Kapsel-, Beeren- oder Steinfrüchte, selten Nussfrüchte; überwiegend Tropen, wenige in den Subtropen: pantropisch bis Subtropen und warm gemäßigte Zone. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Nutzpflanzen: Lansium domesticum Lieferant essbarer Früchte, Gattungen Swietenia (Mahagoni) und Kaha (Afrikanische Mahagoni) von Bedeutung als Holzlieferanten. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Meliaceae. Quellen und weitere Informationen: http://delta-intkey.com*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

14. Familie: Rutaceae JUSS. (Rautengewächse)

161 Gattungen mit 1815 Arten; überwiegend Bäume oder Sträucher, selten Kräuter, fast ausnahmslos mit ätherischem ÖlMesophyten oder Xerophyten; Blätter immergrün oder abfallend, ledrig oder krautig, gestielt, wechselständig oder gegenständig, fast immer drüsig punktiert und aromatisch duftend, Nebenblätter meist fehlend, Blattspreite selten ungeteilt, meist in unterschiedlichster Weise gefiedert; Pflanzen meist zwittrig, gelegentlich auch monözisch, diözisch oder polygamomonözisch, seltener andromonözisch, entemophil; Blüten klein bis mittelgroß, überwiegend 5zählig, radiärsymmetrisch, mit  Bracteen und intrastaminalem Diskus, in end- oder achselständigen Zymen, Rispen, Trauben oder Schirmtrauben; Perianth doppelt, Kalyx jedoch gelegentlich stark reduziert, K(3-)4 oder 5, frei oder an der Basis verwachsen, C(3-)4 oder 5, frei oder verwachsen, A2, 3, 5, 8, 10, oder 20-60, nicht mit den Kronblättern, oft jedoch untereinander (zumindest an der Basis) verwachsen, Staubfäden oft relativ dick, Staminodien gelegentlich vorhanden und dann den äußeren Kreis des Andrözeums bildend, G seltener (1-)3, meist 4-5(-100), apokarp bis synkarp, Fruchtknoten meist oberständig, mit 1 oder 3-5 freien oder partiell verwachsenen Griffeln; Fruchtformen vielfältig, aus apokarpen Gynöceen meist Entstehung von Balgfrüchten oder Steinfrüchten, aus synkarpen Gynöceen Beeren-, Stein- oder Flügelnussfrüchte; gemäßigte Zone, Subtropen, und Tropen: weltweit in den Tropen und Subtropen sowie in der nördlichen gemäßigten Zone verbreitet. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Rutales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Unterklasse Rosidae / Eurosiden II / Ordnung Sapindales. Arzneipflanzen: Citrus aurantium L. ssp. aurantium (Bitterorangenblüten - Aurantii amari flos; Zugang nur für registrierte oder CD-ROM-Nutzer; sowie Bitterorangenschale - Aurantii amari epicarpium et mesocarpium), Citrus limon (L.) BURM. f. / Zitrone (Zitronenschale - Citri pericarpium; Zugang nur für registrierte oder CD-ROM-Nutzer), Pilocarpus-sp. (Jaborandi folium - Jaborandiblätter). Nutzpflanzen: Citrus limon (Zitrone), weitere Citrus-sp. (Orangen, Grapefruits, Mandarinen, Clementinen etc.). Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Rutaceae. Quellen und weitere Informationen: http://delta-intkey.com*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.

15. Familie: Zygophyllaceae R. BR. (Jochblattgewächse)

26(- ca. 30) Gattungen mit (235-)285 Arten (unter diesen ca. 120 Arten der Gattung Zygophyllum); in jeder Hinsicht recht vielgestaltige Bäume oder Sträucher, gelegentlich auch ausdauernde Kräuter, zum Teil sukkulent; Xerophyten, häufig auch in Salzwüsten heimische Halophyten; Blätter meist gestielt, krautig, ledrig, fleischig oder in Dornen umgewandelt, meist gegenständig, Nebenblätter vorhanden, oft in Dornen umgewandelt, Blattspreite häufig paarig gefiedert; Pflanzen zwittrig, Gattung Neoluederitzia diözisch, entemophil; Blüten (4–)5(–6)zählig, radiärsymmetrisch, einzeln end- oder achselständig oder in end- oder achselständigen zymösen Blütenständen, Perianth doppelt, selten sepalin, K(4-)5(-6), Kelchblätter frei oder verwachsen, C(4-)5(-6), frei, A(4-)5, 10 oder 15, zum Teil mit Staminodien, G(4-)5(-6), Anzahl der Fruchtblätter proportional zum Perianth, synkarp, Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel und einer gelappten oder kopfigen Narbe; überwiegend Kapselfrüchte, die einen chlorophyllhaltigen Embryo enthalten; gemäßigte Zone bis Tropen: weit verbreitet in den Tropen, Subtropen und der warm gemäßigten Zone, besonders in Trockengebieten. Taxonomische Einordnung: Dahlgren - Überordnung Rutiflorae / Ordnung Geraniales, Cronquist - Unterklasse Rosidae / Ordnung Sapindales, APG - Kerneudicotyledonen / Rosiden / weder Eurosiden I noch Eurosiden II / Ordnung Zygophyllales bzw. Familie mit unklarer Stellung. Arzneipflanzen: Guaiacum officinale (Guaiaci resina - Guajakharz; Zugang nur für registrierte Nutzer). Nutzpflanzen: Guaiacum officinale auch als Holzlieferant von Bedeutung (Holz mit extrem hoher Dichte und Härte -> "lignum vitae"), Arten der Gattungen Guaiacum, Zygophyllum, Tribulus und Larrea in warmen Regionen vielfach als Kulturpflanzen kultiviert. Bilder: Siehe Pflanzenbildergalerie, Familie Zygophyllaceae. Quellen und weitere Informationen: biodiversity.uno.edu/delta*, Stevens, P.F. (2001 onwards). Angiosperm Phylogeny Website*.


© Thomas Schoepke